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  Der Kammerchor Cantus - Uschgorod

Der Kammerchor Cantus aus Uschgorod gilt als eines der anspruchsvollsten Vokalensembles Europas. Auf Einladung des Vereins NeSTU kommt Cantus vom 11.-28. Oktober 2018 bereits zum elften Mal auf Tournee in die Schweiz
Weitere Infos demnächst hier oder bei Krisztina Szakács: cantus.ukraine(at)gmx.ch

Singwoche mit Cantus in Uschgorod : 15.- 22. April 2018. Flyer von 2017>>>

Zwei persönliche Berichte von Teilnehmern am Workshop mit Cantus im Melchtal im Oktober 2012, hier als PDF zu lesen:
von Kari Abegg >>>
und Brigitte Schnyder >>>

Videopräsentation des Kammerchores Cantus auf Youtube >>>

Fotos und Audiomitschnitt vom Abschlusskonzert des Masterkurses mit dem Kammerchor Cantus in Uschgorod vom April 2016

Spezialkonzerte in Chur, Herrliberg und Zürich - Konzertflyer (pdf):

EXAUDI, EIN MUSIKALISCHES MYSTERIUM
Freitag, 23.09.2016, 19.30 Uhr, Heiligkreuzkirche Chur
Samstag, 24.09.2016, 20.00 Uhr, Kath. Kirche Herrliberg
Cantus zieht in diesem musikalischen Mysterium einen Bogen über zehn Jahrhunderte geistlichen Gesanges und führt uns vom gregorianischen Choral über Machaut und Palestrina bis zu zeitgenössischen Werken von Messiaen und Pärt. Die uralte Musik in Verbindung mit modernen Kompositionen verschafft uns einen zeitlosen Zugang zum
Thema ewiges Licht, das sich auch szenisch umgesetzt durch das ganze Programm zieht.

JOHANNES BRAHMS:
EIN DEUTSCHES REQUIEM OP.45, KLAVIERFASSUNG

Dienstag, 27.09.2016, 19.30 Uhr, Kirche Neumünster Zürich
Gemeinschaftskonzert mit dem Singkreis Herrliberg

Kammerchor Cantus - Konzerttournee Schweiz, Oktober 2014

Schweizer Tournee des Kammerchor Cantus 2014: Gesang, der die Seele berührt!
Die politische Situation in der Ukraine liess uns lange bangen, ob die Tournee 2014 überhaupt stattfinden kann. Ja, es hat alles geklappt, die 24 Sängerinnen und Sänger mit ihrer Übersetzerin und den beiden Köchinnen trafen planmässig am 11. Oktober im Ferienhaus in Melchtal ein. Die Erleichterung war gross, standen doch 12 Konzerte in 8 Kantonen auf dem Programm.

Der Kammerchor Cantus kam mit zwei unterschiedlichen Programmen im Gepäck in die Schweiz.
„Gebet für die Ukraine“ titelte der erste Teil des sehr eindrücklichen Hauptprogramms. Andächtige Stille herrschte jeweils bei der von tiefer Spiritualität zeugenden Darbietung. Emil Sokach verstand es ausgezeichnet, mit diesem Programm - von ukrainischen und russischen Komponisten - die Spannung zu halten und zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Wahrlich ein Gesang, der die Seele bis in die Tiefe berührt. Der zweite Konzertteil gehörte vor allem der Volksmusik aus Transkarpatien und den umliegenden Regionen.
„Exaudi“ als musikalisches Mysterium begeisterte durch seine Einfachheit, durch die perfekte Intonation und natürlich durch die szenische Darstellung.
In der Bruder Klausen Kirche in Büren wurden wir Zeugen der Uraufführung eines Werkes der ukrainischen Komponistin Bogdana Frolyak. Sie schuf ein wunderbares, sehr getragenes Werk zum Gebet von Bruder Klaus, welches von Cantus in deutscher Sprache vorgetragen wurde.
Cantus hat auf seiner diesjährigen Schweizer Tournee neben den Konzerten auch einige kulturelle Höhepunkte erlebt. So besuchten sie bei herrlichem Herbstwetter die Rimuskellerei in Hallau, den Rheinfall in Schaffhausen, das Viktorinox Museum in Brunnen, dazu beim zweitägigen Aufenthalt in Fribourg die wunderschöne Zähringerstadt sowie das mittelalterliche Städtchen Gruyerz.
Der dreitägige Workshop für Schweizer Sängerinnen und Sänger in Melchtal war mit 36 Personen sehr gut besucht. Es ist jeweils ein einmaliges Erlebnis, zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern unter der Leitung von Emil Sokach einzutauchen in eine fremde Klangwelt, mit ihnen zusammen zu singen, zu essen, zu lachen und zu diskutieren. Auf Anregung einiger Anwesenden veranstalteten wir kurzfristig eine Fragerunde zur aktuellen politischen Situation. Emil Sokach und Lesja Levko erörterten aus ihrer Sicht die sehr komplexe Lage in der Ukraine. Am zweiten Abend jedoch wurde zur Schweizer Volksmusik ausgelassen getanzt und für kurze Zeit waren die heimatlichen Sorgen vergessen.
Während dreier Nächte war Cantus privat untergebracht: zwei Nächte in Fribourg und einmal in Herrliberg. Diese direkten Kontakte zur Schweizer Bevölkerung sind für das Ensemble sehr wertvoll und werden hoch geschätzt.
Rund 3‘000 Personen haben die Konzerte von Cantus in diesen zwei Wochen besucht, was unsere Erwartungen übertraf. Die Musikkritiker waren voll des Lobes.
Viele Personen haben jeweils vor Ort mitgeholfen, die Konzerte zu organisieren. Ohne diese ehrenamtliche Mithilfe wäre die Tournee nicht so positiv ausgefallen. Ihnen allen gehört ein herzliches Dankeschön!
Wir hoffen zusammen mit Cantus, dass ihr so innig gesungenes Gebet für den Frieden in der Ukraine bald erhört wird.
Annemarie Steiner, 13. November 2014

Infos hierzu und zu Cantus allgemein: Geschäftsstelle Cantus Schweiz
Schürmatte 2
CH 6204 Sempach
041 460 23 48
cantus.ukraine (at) gmx.ch

Cantus ist stark in seiner Heimat Transkarpatien verwurzelt, in der sich, symbolträchtig, das geografische Zentrum Europas befindet. Dieses Gebiet gehört heute zur Ukraine, liegt aber näher zu Budapest, Bratislava und Wien als zu Kiew; entsprechend vielfältig sind die kulturellen Einflüsse. Dies macht sich im Ausdruck des Chores bemerkbar.

Bericht von der Schweiz-Tournee im Herbst 2012

Cantus Tournee 2012 – der Netzwerkgedanke wird umgesetzt

Die achte  Schweizer Tournee des Kammerchors Cantus aus Ushgorod war voll gepackt mit interessanten Begegnungen und Gemeinschaftsprojekten. Die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Emil Sokach waren gefordert: von der Romantik mit Brahms Requième zu vier Händen bis hin zu Werken zeitgenössischer Schweizer und Ukrainischer Komponisten, von acht stimmiger Messe bis  zu Volksliedern aus Transkarpatien.

Cantus fühlte sich nach seiner Ankunft im Ferienhaus Juhui in Melchtal schon wie zu Hause. Den beiden mitgereisten Köchinnen und den Sängerinnen von Cantus stand anderntags schon eine grosse Herausforderung bevor: zusätzlich zu den 32 eigenen Leuten müssen 38 Workshopteilnehmer für drei Tage verpflegt werden. Diese Aufgabe hat Cantus mit Bravour bestanden! Melchtal präsentierte sich in den wunderschönen Farben, wie sie ein sonniger Herbst nur bieten kann. Die Herzlichkeit und Wärme der Gastgeber griff auf alle Workshopteilnehmenden über. In den Singpausen wurde viel geschwatzt und gelacht. Unter kundiger Leitung von Nelja, Swetlana und Natalija versuchten sich sogar einige -  Frauen und Männer! -  in der Herstellung von Wareniki, Teigtaschen mit Kartoffelfüllung. Beim feucht fröhlichen Abschlussabend entpuppte sich noch so manches sängerische Talent, sodass Direktor Stanislav zu später Stunde den Zeigefinger mahnend erhob. Das Abschlusskonzert in der Pfarrkirche Kriens begeisterte das Publikum trotz nächtlicher Gelage.

Cantus und Gaeste

Die kommenden Tage waren geprägt durch Proben mit Schweizer Chören und elf Konzerten, durch den Zoobesuch in Zürich, dem Treffen mit dem ukrainischen Botschafter in Bern, der Besichtigung des Flaschenmuseums in Willisau – und durch den Einkaufen von Mengen von Schweizer Schokolade und Kaffe!

Für Emil Sokach und seine Frau Mariana (sie begleitete die Kantate Ioann Damaskin auf dem Flügel) gab es einen besonderen Höhepunkt: der über viele Jahre gehegte Wunsch, ein Besuch der Villa Senar in Hertenstein. Der Komponist Sergej Rachmaninoff lebte einige Jahre am Ufer des Vierwaldstättersees und hat dort bedeutende Werke geschrieben. Am 18. Oktober  wurden Emil und Mariana vom letzten Enkel, Alexander Rachmaninoff, in der Villa empfangen. Mariana durfte auf dem Originalflügel von Rachmaninoff spielen. Gleichentags heiratete Alexander, 79 jährig, die Ukrainerin Natalja! Am 1. November 2012 verstarb er! Die Nachricht hat uns noch lange beschäftigt!

Die Konzerte von Cantus sind von insgesamt ca 2'500 Personen besucht worden. Viele Bekannte und Freunde fanden sich unter den Zuhörern, einige neue Kontakte konnten geknüpft und alte vertieft werden. Die unkonventionelle Art von Cantus, sich mit Laienchören zu vereinen, trägt heute seine Früchte. Der Kulturaustausch - nicht nur auf dem Gebiet der Musik - sondern auch der menschlichen Beziehungen war wie selbstverständlich. Diesem Schwerpunkt unseres Netzwerkes NeSTU wurde auf dieser Tournee besonders Rechnung getragen.

Herzlichen Dank all jenen, welche zum guten Gelingen dieser Tournee beigetragen haben!

Annemarie Steiner

 

Tournee von 2010 - Presserückschau

Neue Luzerner Zeitung vom 3. November 2010: Ideales Zusammenspiel von Laien und Profis (Urs Mattenberger) >>>(pdf 350kb)
Thurgauer Tagblatt vom 7. November 2010: Fortissimo erschüttern Kirche >>>(pdf 2,4mb)

Stimmen zur Cantus-Tournee 2010

«Der Kammerchor Cantus Uschgorod überzeugt nicht nur als hochkarätiger professioneller Kammerchor, sondern auch als hervorragenden Botschafter ostslawischer Kultur. Der künstlerische Leiter und Dirigent Emil Sokach ist ein profunder Kenner diese einzigartigen Kulturerbes, ein ebenso kompetenter Förderer Neuer Musik in der Ukraine und ein leidenschaftlicher Kommunikator, was er anlässlich eines Seminars an der Hochschule für Musik mit anschliessendem Konzert vor begeistertem Fachpublikum unter Beweis stellen konnte.» 
Prof. Raphael Immoos, Hochschule für Musik Basel

«Was mich an Cantus neben seiner technischen Virtuosität, seinen dynamischen Möglichkeiten, seiner unglaublichen Intonationssicherheit tief beeindruckt, ja überwältigt, ist seine Piano-Kultur: Die Fähigkeit der SängerInnen, die Sonorität des Klangs auch im zartesten Pianissimo aufrechtzuerhalten oder Schlussakkorde quasi hinzuhauchen und gleichzeitig klanglich zu modulieren, zeugt von phantastischer Chor-Kunst und überragender musikalischer Souveränität.»
Peter Unternäher, Organist, Willisau

«Der Gesang von Cantus ist Schwingung, ist gelebte Musikalität und geht unter die Haut. Besonders fasziniert mich die Breite der Dynamik vom hauchigsten Pianissimo bis zum stärksten Fortissimo, die im Dienste der Interpretation richtig eingesetzt sind. Eindrücklich ist für mich auch der hohe technische Level des Chores, hinter dem harte Aufbauarbeit steht. Trotzdem wirken die Sängerinnen und Sänger locker und aufgestellt.»
Ruedi Zemp, Musiker, Stans

« Für uns war das Konzert mit Cantus ein radikales (im eigentlichen Sinn) Erlebnis. Dieser Chor ist ein Traum. Es ist lange her, dass wir einen derart phantastischen Chorgesang gehört haben.»
Pius Schwyzer, Willisau

«Ich erlebte das Ost-West-Konzert in der Lukaskirche in vollen Zügen und freute mich über die tolle Chorgemeinschaft, die gute Musik, die grosse Leistung aller Beteiligten. Auch Regierungsratspräsident Toni Schwingruber war ganz begeistert.
Ich gratuliere allen Mitwirkenden!»

Hans Moos

Urs Mattenberger, Neue Luzerner Zeitung vom 3. November 2010 zu Cantus:
«Die archaischen Klanggewebe von Rachmininows «Morgen- und Abendlob» wurden mit einer kristallenen Klarheit zu voller Stimmenpracht entfaltet, bei der von den schwarzen Bässen bis zum warm leuchtenden Sopran jede Stimme plastisch zur Geltung kam»

Begeistert äusserte sich auch Georg Zubler, Schweizer Botschafter in der Ukraine, nach dem Konzert in der Augustinerkirche Zürich: «Es war wunderbar. Der Besuch hat sich mehr als gelohnt. Cantus gehört zweifellos zu den besten Vokalensembles Europas. Danke allen für Beteiligten für das Engagement.»

 

Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle von NeSTU mail

Tournee 2008
Die Tournee ist vorüber, Cantus wieder im heimatlichen Uschgorod, aber die phantastischen Eindrücke leben weiter. Demnächst an dieser Stelle ein ausführlicher Bericht zu den Konzerten: Soloauftritte von Cantus, Gemeinschaftskonzerte mit Martin Heini (Orgel) und den Zürcher Vokalisten.
Hier einige Pressereaktionen:
Neue Zürcher Zeitung (Konzerte mit den Zürcher Vokalisten und Martin Heini) >>> (pdf 50kb)
Tagesanzeiger (ebenso) >>> (pdf 270kb)
Landbote >>> (pdf 600kb)
Mittellandzeitung (Konzert St. Urban)>>> (pdf 800kb)
Neue Luzerner Zeitung (Konzert Stans) >>> (pdf 2,5MB)

Von der Schweiz-Tournee Oktober 2006:
Bericht aus dem Boten der Urschweiz, Montag, 16. Oktober '06 >>> (pdf 200kb)
Bericht aus der Aargauer Zeitung, 24.10.06 >>>(pdf 300kb)
Nach dem phantastischen Konzert in der Klosterkirche St.Urban, Willisauer Bote vom 31.10.'6 >>> (pdf 3,5mb)
Zürichsee-Zeitung 1.11.'06 >>> (pdf 730kb)
St. Galler Tagblatt, 4.11.'06 >>>(pdf 12kb)

CD: Der Versiegelte Engel von Shchedrin
Ende März 2007 hat Cantus den "Versiegelten Engel" von Rodion Shchedrin aufgenommen. Die neue CD kann beim Sekretariat von NeSTU bestellt werden!
Den Versiegelten Engel verfasste Shchedrin anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Christianisierung Russlands (1988). Unter dem kommunistischen Regime konnte der Komponist seinem Glauben nicht Ausdruck verleihen. So griff er in den ersten Jahren der „Perestrojka“ zu einer List: er erfüllte sich den lange gehegten Traum, eine orthodoxe Liturgie in der staatlich unterdrückten Tradition der Vespern Tschaikowskys und Rachmaninovs zu schreiben, gab ihr aber den Titel einer beliebten Erzählung des für das sowjetische Kulturerbe reklamierten Tolstoi-Zeitgenossen Nikolaj Leskow. „Der versiegelte Engel“ feiert in glühenden Farben die Widerstandskraft des Menschen.

Geschichte
Emil Sokach hat Cantus vor knapp zwanzig Jahren, unmittelbar nach Abschluss des Kiewer Konservatoriums, gegründet. Zwei Jahrzehnte täglicher Proben, mehrere Tausend Konzerte und höchste künstlerische Ansprüche tragen heute ihre Früchte. Eine regelmässige Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern, Auftritte an den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival sowie Tourneen in Europa und den USA zeugen davon.

Cantus ist ein vielseitiges Ensemble, dass sich zunächst intensiv mit dem zu Zeiten der Sowjetunion vernachlässigten orthodoxen Chorgesang auseinandersetzte. Inzwischen ist das Repertoire sehr gross und umfasst, von Palestrina über Bach bis Schönberg auch grosse Teile der abendländischen Chorliteratur. Dazu hat der Chordirigent Hans Michael Beuerle (Bach-Chor und Webern-Chor Freiburg i.Br.) einiges beigetragen, der auf Wunsch von Cantus vor zwei Jahren in Uschgorod eine Bachakademie leitete.

Besonders engagiert sich Cantus für neue ukrainische und osteuropäische Chorliteratur. Anlässlich des Festivals für Zeitgenössische Geistliche Musik in Uschgorod, einer Initiative des Chors, kommt es regelmässig zu Uraufführungen.

Festival in Uschgorod

Mit zwei Uraufführungen zeitgenössischer ukrainischer Chorwerke hat der Kammerchor Cantus am 5. Mai 2006 sein 4. Festival für Zeitgenössische Musik in Uschgorod abgeschlossen. Insbesondere die Symphonie für Chor a-cappella des jungen Oleksandr Schetinsky ist ein äusserst dichtes, anspruchsvolles und tief berührendes Werk, an dem Cantus während mehreren Monaten gearbeitet hat.. Die Uraufführung in der Uschgoroder Philharmonie wurde vom Publikum mit einer stehenden Ovation akklamiert.
Das Festivalprogramm (pdf 25kb)

Geschichte
Alle Mitglieder des Chores haben eine mehrjährige Gesangsausbildung absolviert, die meisten auch als Solisten. Seit 1992 ist Cantus ein professionelles Ensemble, d.h. dass der Chorgesang der hauptsächliche Lebenserwerb der SängerInnen ist. Dies ist angesichts der anhaltenden Krise in der Ukraine ein Kunststück. Täglich ab zehn Uhr morgens wird geprobt, der Chor gibt 100 bis 120 Konzerte im Jahr. Ausser den regelmässigen Auftritten in der Ukraine gastierte das Ensemble in Österreich, Italien, Ungarn, Slowakei, Frankreich, England, Deutschland... In der Schweiz hat Cantus seit 1999 etwa 75 Konzerte gegeben.

Radiomitschnitte wurden auf DRS 1 und DRS 2 ausgestrahlt.

Zu Beginn seiner professionellen Karriere machte sich Cantus mit der Teilnahme an internationalen Chorwettbewerben einen Namen. An der Béla-Bartòk Competition in Debrecen errang der Chor bereits 1990 den dritten Platz der Kammerchöre, am italienischen Festival "Guido d'Arezzo" 1991 den vierten Rang sowie in den Jahren 1990, 1992 und 1994 jeweils den ersten Rang am internationalen Chorfestival in Pecs (Ungarn).

Schon früh setzte sich Cantus mit abendländischer Chorliteratur auseinander. Werke von Mozart, Schubert, Bach wurden dem einheimischen Publikum präsentiert

Nach den Aufnahmen weltlicher und geistlicher Chorliteratur aus dem osteuropäischen Raum begann Chorleiter Emil Sokach in der zweiten Hälfte der 90-Jahre vermehrt auch zeitgenössische Werke zu studieren.

1999 nahm Cantus am Internationalen Festival Zeitgenössischer Chormusik in Rotenburg/Wümme (Deutschland) teil. Darauf folgten Einladungen nach Frankreich und eine Reihe von Konzerten mit zeitgenössischen Werken in der Champagne und den Pyrenäen.

Festival für Zeitgenössische Geistliche Musik - Uschgorod

In den Jahren 2001 und 2003 initiierte und organisierte Cantus in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Joszef Örmenyi (Lemberg) sein eigenes "Festival Zeitgenössischer Geistlicher Musik" in Uschgorod und interpretierte unter anderem Werke von Arvo Pärt, Andrzej Nikodemovicz, John Tavener, Alfred Schnittke. Das Festival findet mehr und mehr nationale Bedeutung und Uschgorod erwacht aus der musikalischen Provinzialität. Im April 2004 hat Cantus unter der Leitung des Schweizer Dirigenten Simon Camartin Werke von Andrzej Nikodemoviczs und Yuri Laniuks uraufgeführt.

Bach-Akademien

In Zusammenarbeit mit Hans Michael Beuerle (Leiter des Bach-Chors und des Anton-Webern-Chors, Freiburg i.Br.) hat Cantus schon drei Projekte in Uschgorod durchgeführt. Im September 2003 wurden am Abschlusskonzert einer einwöchigen Masterclass a-cappella-Werke von Schönberg, Brahms, Schütz und Bach-Motetten aufgeführt. Im Vorfeld des Uschgoroder Festivals von 2004 organisierte Cantus mit Herrn Beuerle eine internationale Bach-Akademie. Zum Abschluss wurde vor begeistertem Publikum die Johannes-Passion aufgeführt. Im September 2005 kam Hans Michael Beuerle erneut für eine ausschliesslich Cantus gewidmete Masterclass nach Uschgorod.

Internationale Projekte

Die konsequente und vielseitige künstlerische Tätigkeit von Cantus findet inzwischen auch international Beachtung. Im Sommer 2004 wurde Cantus vom Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF)eingeladen, um gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern das Requiem von Ligeti aufzuführen. Die Konzerte unter der Leitung von Jonathan Nott fanden in Bamberg, Hamburg und an den Salzburger Festspielen statt.

Im Frühjahr 2005 trat der Kammerchor Cantus während drei Wochen in den US-Teilstaaten Oregon und Washington auf.
Aufgrund des Aufsehens, das die erste Beteiligung von Cantus am SHMF auslöste, hatte Cantus im August 2005 auch Gelegenheit, sein ukrainisches Repertoire in einem exklusiven Chorkonzert vorzustellen. Die Zusammenarbeit mit den Bamberger Symphonikern wurde bei der Gelegenheit ebenfalls fortgesetzt. Für die Aufführung der Madruga von Nodaira wurde Emil Sokach die Einstudierung übertragen. An der Symphonie "Herr der Ringe" von Howard Shore sang Cantus als Bestandteil des SHMF-Festspielchors unter der Leitung von Terry Edwards.

Emil Sokach

wurde am 25. April 1959 in Uschgorod als Sohn eines Chorleiters geboren. 1978 Abschluss des Uschgoroder Musik-Gymnasiums, anschliessend Studium zum Chordirigenten an der Staatlichen Musikakademie Tschaikovsky in Kiew bei Professor Michaïlo Kretschko. Erfolgreiche Abschlussprüfung im Jahr 1983. Ab 1986 Lehrer für Gesang und Leiter des Schülerchors des Uschgoroder Musik-Gymnasiums. Seit 1992 ist Emil Sokach musikalischer Leiter und Dirigent des professionellen Kammerchors Cantus.

Emil Sokach ist verheiratet, er hat zwei Töchter und einen Sohn. Seine Frau Marianna ist Pianistin und unterrichtet am Uschgoroder Musik-Gymnasium.

Cantus und die Schweiz

Seit 1999 hat Cantus etwa 120 Konzerte in der Schweiz gegeben. Der ukrainische Kammerchor hat hier einen aktiven Freundeskreis. An manchen Orten beteiligen sich einheimische Chöre an den Konzerten. Sie erhalten so die grossartige Gelegenheit, mit einem Weltklasseensemble zu singen. Anlässlich der Tourneen finden auch Workshops für Schweizer Chorsänger- und sängerinnen statt. Seit 2001 reisen jährlich Liebhaber osteuropäischen Chorgesangs für eine Woche nach Transkarpatien, um mit dem Chor zu proben und die Heimat von Cantus kennenzulernen.

Auskunft und Kontakt zu Cantus:
Netzwerk Schweiz - Transkarpatien/Ukraine NeSTU, Projektleiterin:
Frau Annemarie Steiner, Schürmatte 2, 6204 Sempach, Tel. 041 460 23 48 E-Mail: cantus.ukraine (at) gmx.ch

     
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