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  Dokumentarfilm "Lopukhovo"

Der Film portraitiert ein Dorf in der Ukraine: “lopukhovo” entführt die Zuschauer in einen abgelegen Ort mitten in Europa, wo Menschen zwischen Resignation und Hoffnung ihren Alltag meistern. Ein berührender Dokumentarfilm aus einer uns scheinbar fremden Welt in den Bergen der Karpaten.

"lopukhovo" ist als DVD und im Format Beta SP (Untertitel D, F oder E) erhältlich. Kontakt: Jara Malevez

Aktuell:
Lopukhovo preisgekrönt:
Internationales Filmfestival des Berges in Ljubljana, 13. - 16. Februar 2008: "Lopukhovo" wurde zum besten Film über Bergnatur und -kultur gekürt! s. >>>

Lopukhovo wurde an einer ganzen Reihe von Festivals gezeigt und hat mehrere Preise gewonnen. Darunter:
Nomination für den Preis "Prince Rainier III" am 46. Festival de Télévision de Monte-Carlo.
3. Preis der Jury am Festival "Caméras des champs" in Ville-sur-Yron (Lorraine, Frankreich).
1. Preis und 5'000 € Preisgeld am Rodοs International Films and Visual Arts Festival. www.ecofilms.gr

Aus der Premierenankündigung:
Lopukhovo… ein ukrainisches Dorf, vergessen im Herzen des dichten Waldes der Karpaten. Lopukhovo und seine einzige Ressource, sein grünes Gold: der Wald. Die Menschen leben von ihm, sie lieben ihn, setzen ihm aber auch hart zu, denn die Forstwirtschaft ist ausser Rand und Band geraten.
Die Bewohner von Lopukhovo leben in Symbiose mit ihrem geschundenen Wald. Doch manchmal verschluckt er die Männer, um sie weit ausserhalb der ukrainischen Grenzen wieder auszuspucken. Lopukhovo und seine Einwohner –Frauen, Männer und ihr starker Widerstandsgeist. Ein Mosaik des «Lebens trotz allem» in einem anderen Europa.

Vorgeschichte

Bei Kontakten von NeSTU-Mitgliedern in Transkarpatien entstand die Idee, über das Dorf Lopukhovo im oberen Theresiental einen Dokumentarfilm zu drehen. Die Menschen in Lopukhovo müssen en in ihrem Alltag die Auswirkungen der radikalen wirtschaftlichen und politischen Veränderungen verkraften. Obwohl von einem ausserordentlichen Reichtum der Natur umgeben, kämpfen sie ums Überleben. Ihre wichigste Ressource - der Wald - ist bedroht. So sind sie vor die Wahl gestellt, wegzuziehen oder unter schwierigen Lebensbedingungen ihr Einkommen zu sichern.

Auf die Frage, was über sein Dorf gezeigt oder gesagt werden müsste, antwortete ein Förster aus Lopukhovo: "Man müsste zeigen, wie sehr der Reichtum der uns umgebenden Natur im Kontrast steht zum unmenschlichen Leben, das die Dorfbewohner hier ertragen müssen."

Zusammenarbeit NeSTU - Tribufilms

Es ist in erster Linie der jungen belgischen Filmproduktionsgesellschaft Tribu - Films zu verdanken, dass "lopukhovo" entstehen konnte. Dementsprechend fand die "erste" Filmpremiere Ende November 2005 im renommierten Kino Arenberg im Zentrum Brüssels statt. Vor vollem Saal wurde "lopukhovo" von einem grossteils fachkundigen Publikum akklamiert.

Filmmethode und Form

Der Blickwinkel des Films ist derjenige eines kleinen Teams aus Westeuropa, welches ein transkarpatisches Dorf während mehrerer Wochen, im Sommer und im Winter entdeckt. Der Film ist geprägt durch diesen spontanen Blick ohne Analyse und Wertung. Diese Methode fördert zufällige Begegnungen, unerwartete Entdeckungen und spontane Gespräche. Sie gibt den Dorfbewohnern die Möglichkeit, sich zu äussern und von sich zu erzählen oder dem Filmteam aus dem Weg zu gehen, wenn sie dies nicht tun wollen. Der Film vermittelt in erster Linie emotionale Eindrücke aus dem täglichen Leben des Dorfs, und diese Einfacheit ist ein Schlüsselelement von "lopukhovo".

Realisierung

Im Sommer 2003 reiste das Filmteam zu einer ersten Rekognoszierung nach Lopukhovo. Die Eindrücke und die bereits geknüpften Kontakte bestätigten die Idee des Filmprojektes und ermunterten das Team, es konkret an die Hand zu nehmen, das Konzept auszuarbeiten und die Umsetzung zu planen.

Nachdem die Finanzierung des Projektes durch Zusagen aus der Schweiz und aus Belgien - unter anderem durch die staatliche belgische Filmförderung - weitgehend gewährleistet war, konnte im Sommer 2004 die erste Drehphase durchgeführt werden. Während drei Wochen wurde eine Fülle von Bildern, Eindrücken und Gesprächen mit Bild und Ton aufgenommen. Es gelang, so die Situation des Dorflebens im Sommer in vielen Facetten eindrücklich zu dokumentieren.

Die zweite Drehphase fand im Januar 2005 statt. Im Winter zeigte sich die Lebenssituation noch prekärer. Probleme und Ängste kamen stärker zur Sprache. Die Arbeit im Wald blieb ein wichtiges Element.

 

 

lopukhovo
Directed by
Jara Malevez,
22, rue du collège, BE-1050 Bruxelles,
Tel. +32 2 502 24 65,
jara.malevez@belgacom.net
Written by Jara Malevez
Cinematography Yannick Dolivo
Editing Cédric Zoenen
Sound Jean-François Levillain, Jean-Michel Béranger
Music Olga Senynets, Misha Shutko
Original Version Ukrainian (German subtitles), colour, Beta SP, 57 min.
Release January 2006
Production Tribu Films, La Plante (BE) / NeSTU Netzwerk, Stans / Wallonie Image Production, Liège (BE)
World Rights, World Sales and Distribution CH:
Tribu Films, Pierre Foulon,
Rue Saint Martin 24, BE-5000 La Plante,
Tel. +32 472 82 16 64,
pierre.foulon@tribufilms.be
Jara Malevez
Geboren 1978 in Stans.
1998-2000 Ausbildung in Filmregie am IAD (Institut des Arts de Diffusion) Louvain-la-Neuve, in Belgien.
Filmography
2002 Toggeli (short film) / 2005 Lopukhovo (documentary)

In der Presse

20 Minuten; Mittwoch, 18. 1. 2006
Dokfilm: Ein Alltag zwischen Hoffnung und Resignation (...)
Mit Lopukhovo will die Filmerin den Alltag in einem anderen Europa zeigen und zum Nachdenken über das eigene Leben animieren. (...)

Apero (Wochenbeilage der Innerschweizer Regionalpresse), 26. 1. 2006, Birgit Schmid
Lopukhovo
Die in Stans geborene Jara Malevez porträtiert in ihrem Dokumentarfilm ein ukrainisches Dorf in den Wäldern der Karpaten. Der Alltag der Menschen, die von der Forstwirtschaft leben, ist hart – sorgfältig gewählte Bilder erzählen von deren Schicksal. Die 27-jährige Filmerin bleibt zwar distanziert, und doch ist eine grosse Nähe zu ihren Protagonisten spürbar. ****(*)

Neue Luzerner Zeitung
20. 1. 2006 Birgit Schmid
41. Filmtage Solothurn
Die Debütantin steht in Solothurn neben dem Habitué
(...) Reportage über Raubbau
Von ganz anderer Art ist die 50-minütige Doku-Reportage „Lopukhovo“ von Jara Malevez. Die 27-jährige Regisseurin, die in Stans geboren ist und in Belgien ihre Filmausbildung absolvierte, porträtiert darin ein ukrainisches Dorf in den Wäldern der Karpaten. Der Alltag der Menschen ist hart. Fast alle leben von der Forstwirtschaft, besingen die Vögel in den Tannenwipfeln und betreiben doch Raubbau. Immer wieder begleitet die Kamera die fallenden Bäume in den Tod, kommentarlos, es hat etwas Trauriges. Wie die Schicksale der Dorfbewohner, über die oft ein einziges Bild viel erzählt. Die Filmerin bleibt distanziert, und doch ist eine Nähe spürbar. Sie habe einen erstaunlich direkten Kontakt herstellen können, erzählt sie: „Die Menschen hatten Freude, dass sich endlich jemand für sie und ihr Leben interessiert.“ Prädikat „sehenswert“.

www.onlinequer.ch
10.1.2006, Fabian Hodel
(...) Was ist für dich die zentrale Frage in „lopukhovo“? Was zeigst du uns MitteleuropäerInnen am Beispiel der ukrainischen Dorfgemeinschaft auf?
Jara Malevez: Zentral geht es mir um das Wecken von Emotionen, um das Erkennen von Unterschieden und Parallelen. Aufgezeigt wird das Dilemma der Menschen von Lopukhovo. Der Wald ist ihre einzige Lebensgrundlage: Sie lieben ihn, sie leben von ihm, beuten ihn aber auch aus. Es stellt sich die Frage vom Umgang mit Ressourcen.

Stans! März/ April 2006 >>>(pdf 180kb)

     
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