logo
Transkarpatien Veranstaltungen Verein NeSTU Projekte Reisen
  Reisetipps

Achtung:
Zahlreiche Reisende, vor allem aus Westeuropa, haben in den letzten Monaten unfreiwillig Bekanntschaft mit ukrainischen Haftbedingungen gemacht: Sie wurden beim Grenzübertritt in oder aus der Ukraine wegen illegalen Besitzes von Marihuana festgenommen. Darauf steht in der Ukraine 5 - 10 Jahre Gefängnis! Lassen Sie es bitte nicht darauf ankommen, dass Ihr Konsulat gute Anwälte kennt.

Anreise
Eisenbahn: es gibt recht gute Verbindungen von der Schweiz nach Transkarpatien, über Wien - Budapest - Chop oder Wien - Bratislava - Chop.
Flugzeug: Flughafen in der Nähe: Lviv, Ivano-Frankivsk. Es gibt täglich Inlandflüge Kiew - Uschgorod.
Linienbus: Eurolines fährt ab der Schweiz nach Budapest und Kosice (Slowakei). Etwas strapaziöser als mit der Bahn, dafür billiger.

PKW: Bei der Einreise in die Ukraine müssen Sie auf mehrstündige Wartezeiten gefasst sein. Wageninhaber und Chauffeur sollten identisch sein, d.h. ausländische Mietwagen können zu Problemen führen. Die auszufüllenden Formulare gibt es nach wir vor nur auf Ukrainisch. Am Grenzübergang in Chop treffen Sie mit etwas Glück auf einen fremdsprachenkundigen Zöllner. Vermeiden Sie nächtliche Fahrten in der Ukraine. Die ukrainischen Verkehrsregeln und -gewohnheiten bergen für Westeuropäer einige Überraschungen, sind aber mit etwas Umsicht zu meistern.

Mietwagen: Neuerdings werden in grösseren Städten der Ukraine Mietwagen angeboten. Unseres Wissens bisher nicht in Transkarpatien, aber immerhin in Lwiw/Lemberg. siehe: www.inlviv.info/services/car_rental/

Zollbestimmungen
Bei der Einreise in die Ukraine müssen wir Zollerklärungen ausfüllen, es gelten die üblichen Beschränkungen für Drogen, Waffen etc. Deviseneinfuhr ist prinzipiell unbeschränkt möglich, ab US$ 10'000.- muss die Herkunft des Geldes belegt werden. Beim Ausfüllen der Zollerklärung sollte hingegen alles Geld angegeben werden, da bei Kontrolle der Rest konfisziert werden könnte.

Detaillierte Einreisebestimmungen finden Sie auf der Länderseite Ukraine des Deutschen Auswärtigen Amtes: >>>

Geld
Die Landeswährung der Ukraine ist die Hryvna. Eine Hryvna kostet ca. 13 Rappen. (Ende 2010)
In Transkarpatien werden Schweizer Franken nur zu einem sehr ungünstigen Kurs gewechselt, hingegen werden Euro und US Dollar überall akzeptiert. Mit Traveller-Schecks und Kreditkarten können Sie an vereinzelten Orten zu Bargeld kommen, die Kommissionen sind allerdings recht hoch.
Eine Taxifahrt innerhalb Uschgorods kostet ca. zwei Dollar (wichtig: Taxis telefonisch bestellen!). Eine Minute Telefongespräch mit der Schweiz ebenfalls ein Dollar. Wechseln Sie die Summe, die Ihnen angepasst scheint, in Dollar oder Euro. Wir können Ihnen nicht versprechen, dass Sie das Geld anbringen.

Reiseführer, Literatur s. unsere umfangreiche Literaturliste >>>

Landkarten
Eine brauchbare Landkarte der Region ist in in der Schweiz nicht erhältlich.
Bei NeSTU bekommen Sie für 10.- CHF eine topographische Karte des Oblast Transkarpatien, 1:250'000, mit Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten. Kontakt (derzeit vergriffen)

Sprachen
In Transkarpatien wird Ukrainisch gesprochen, es gibt eine grosse ungarische Minderheit. Sollten Sie Russischkenntnisse haben, sind diese in Uschgorod sehr nützlich. Gebildete Menschen werden sich Mühe geben, Ihnen auf Russisch zu antworten. Beinahe alle Beschriftungen sind kyrillisch. Es ist eine grosse Hilfe, zumindest dieses Alphabet zu kennen. Die Unterschiede zwischen dem Russischen und dem Ukrainischen sind dabei unwesentlich.
Das ukrainische Alphabet zum Herunterladen: >>>

Uhrzeit
In Transkarpatien gilt die osteuropäische Zeit, d.h. es ist eine Stunde später als in der Schweiz. Abgesehen davon haben die Menschen auch eine andere Einstellung zur Zeit...

Telefon, Post
Das Telefonnetz der Ukraine ist, vor allem am Land, in ziemlich schlechtem Zustand. Neuerdings gibt es in den Städten Telefonkabinen, aus denen man mit bei der Post erhältlichen Karten auch ins Ausland anrufen kann. Die Vorwahl sollte man sich vor Ort erklären lassen. In Uschgorod sind zwei Postämter mit zahlreichen Telefonkabinen Tag und Nacht geöffnet. Man hinterlegt am Schalter eine gewisse Summe Geld und kann solange telefonieren, wie der Vorrat hält. Eine Gesprächsminute in die Schweiz kostet tagsüber ca. SFr. 1,30. Das Mobilfunknetz entwickelt sich ziemlich schnell und neuerdings gibt es sogar in ziemlich abgelegenen Winkeln Roaming.
Briefumschläge und Briefmarken sind nur am Postamt erhältlich. Briefe nach Westeuropa benötigen zwischen ein und zwei Wochen.

Geschenke
Was mitbringen, für unsere Gastgeber? Die Zeiten des Mangels an Kaffee, Zucker oder Toilettepapier sind zum Glück vorüber. Schweizer Schokolade ist nach wie vor ein Hit, guter Kaffee und Tee sind beliebt, kleine Spielsachen für die Kinder auch. Schweizer Messer sind im Bekanntenkreis von NeSTU schon recht verbreitet, aber nach wie vor beliebt.

Souvenirs
Es gibt in den Karpaten eine handwerkliche Tradition, die vom Souvenirgeschäft noch nicht allzu sehr entfremdet wurde. Es ist aber nicht einfach, an gute Ware zu kommen. Handgewebte und –gestickte Stoffe werden neuerdings von billiger Importware verdrängt, sind aber mit etwas Glück zu finden. Holzschnitzarbeiten und Korbwaren sind auf den Märkten erhältlich.

Ausrüstung, Klima, andere Tipps
Das Klima in Transkarpatien ist etwas kontinentaler als in der Schweiz, unterscheidet sich aber nur unwesentlich. In den Karpaten herrscht schon in vergleichsweise geringen Höhen ein Bergklima. Robustes Schuhwerk ist in jeder Jahreszeit angebracht.
Rechnen Sie mit Stromausfällen, unbeleuchteten Hauseingängen und Treppenhäusern. In diesen Fällen ist eine kleine Taschenlampe sehr nützlich.
Sollten Sie besondere Medikamente benötigen, nehmen Sie zur Sicherheit davon mit. Es könnte Ihnen etwas Stress ersparen.
Wir wollen nicht allzu leichte Beute für Taschendiebe werden. Vor allem bei Ausflügen auf den Markt sollten Portemonnaie und Dokumente an einem wirklich unzugänglichen Ort aufgehoben werden. Wir werden auf Distanz als Ausländer erkannt. Andere Vorsichtsmassnahmen sind nicht nötig, die Strassen Transkarpatiens sind im Vergleich mit Schweizer Städten sehr sicher.
Wenn Sie mit dem Taxi fahren, machen Sie den Preis vor der Fahrt aus. Es gibt keine Zähler, in der Stadt gilt ein Einheitstarif. Autostopp ist in der Ukraine üblich, allerdings nie gratis. Für jeden Streckenabschnitt gibt es ortsübliche Preise. Achtung: Privattaxis verlangen neuerdings Phantasiepreise, es ist angeraten, die Taxizentrale anzurufen.

Verhalten
Viele Verhaltensweisen in der Ukraine unterscheiden sich von Westeuropa. Einige auffällige Beispiele:
Im Allgemeinen begrüssen sich Männer in der Ukraine durch kräftiges Händeschütteln, wobei es nicht als unhöflich gilt, sich dabei nicht in die Augen zu sehen. Angeblich wurde zu Zeiten der Kosaken so bekundet, dass man unbewaffnet sei. Frauen werden von Männern entweder gar nicht oder mit einem Kopfnicken begrüsst, Händeschütteln ist sehr unüblich. Es kommt sogar vor, dass ein Mann sich bei einer (westeuropäischen) Frau entschuldigt, weil er sie wegen ihrer Kleidung und ihrem Haarschnitt für einen Mann gehalten und ihr die Hand geschüttelt hat. (Dies gilt vor allem am Land.)
Sich gegenseitig nach Hause zum Essen einzuladen ist in der Ukraine beinahe so üblich, wie sich guten Tag zu wünschen. D.h. dass man erst die dritte Einladung ernst nehmen sollte, um seine Gastgeber nicht zu überfordern. Gastgeschenke werden gerne angenommen, wenn man zum Essen eingeladen wird, bringt man hierzulande z.B. eine Flasche Wein mit.
Bei Tisch: Die Gastfreundschaft ist sehr wichtig. Jede Mahlzeit beginnt mit einem Trinkspruch, es wird angestossen und das Glas (Wodka) in einem Satz geleert. Auch hier ist es nicht unbedingt nötig, sich persönlich zuzuprosten. Erst dann werden die verschiedenen Speisen angerührt. Nach der Tradition wird dreimal angestossen, um die Freundschaft zu besiegeln. Alleine trinken hier selbst schwere Alkoholiker nur im Ausnahmefall.
Auf der Strasse: ebenso herzlich, wie die Ukrainer als Gastgeber sind, so mürrisch erscheinen sie uns in der Öffentlichkeit. Im Verkehr gilt allgemein das Faustrecht, Fussgängerübergänge werden nur selten respektiert. An Schaltern oder auch in Geschäften ist Hilfsbereitschaft eher klein geschrieben.
Polizeikontrollen sind vor allem im Strassenverkehr häufig. In der Stadt sollte auch der Fussgänger seinen Reisepass bei sich haben.

Hygiene
Vor allem auf Exkursionen sollten Sie darauf gefasst sein, das die hygienischen Bedingungen insbesondere der Toiletten in der Ukraine häufig nicht mitteleuropäischem Standard entsprechen. In den wenigsten ukrainischen Dörfern gibt es Kläranlagen, d.h. natürlich auch keine W.C.s. In den Städten hat sich dies in den letzten Jahren etwas gebessert.

     
Transkarpatien Verein NeSTU
   
● Geschichte, Geographie
   und Soziales (pdf 40kb)

● Literatur
● Landkarten
● Glossar
● Leitbild
● Statuten (pdf 16kb)
● Mitgliedschaft
● Rundbrief Novyny vid NeSTU - Archiv
● Links
● Kontakt
● Unterstützung
 
   
Copyright © NeSTU 2005. All rights reserved.